Qi Gong
Qi Gong bedeutet grob übersetzt Arbeit mit der Lebensenergie und stammt aus China.
Diese Form der Bewegungskunst ist eine Heilgymnastik, die aus Atem-, Bewegungs- und Meditationsabläufen besteht.
Qi Gong ist ein Weg der Gesundheitspflege und der Entspannung. Die ruhigen, fliessenden Bewegungen helfen Stress und Unruhe abzubauen.
Die mentale Kraft wird gestärkt, Rückenmuskulatur sanft aufgebaut, Organe werden gekräftigt und eine aufrechte Körperhaltung wird als Prophylaxe/Prävention trainiert. Das Ganze im Stehen oder Sitzen, ganz ohne Kraftaufwand und somit in normaler Kleidung.
In der Wu Wei Akademie Kroatien gibt es regelmässige Gruppen, die gemeinsam wöchentlich trainieren. Qi Gong ist auch als Seminarblöcke an Wochenenden oder im Sommercamp für Erwachsene ( in ihrer Urlaubszeit ) buchbar.
Qi Gong oder Qigong oder Chi Kung
Die moderne Umschrift lautet Qigong und besteht aus den beiden Silben Qi sowie Gong. Früher wurde auch die Umschrift Chi Kung benutzt.
Die original chinesischen Zeichen (Kalligrafie) und die zugehörigen Bewegungssysteme sind unabhängig von der Umschrift. Qigong oder Chi Kung oder Qi Gong ist nur eine andere Art immer das Gleiche zu beschreiben.
Die 18 harmonischen Taiji-Qigong-Bewegungen Shibashi
Die 18 Bewegungen, auch Shibashi genannt, sind eine relativ neue Taiji-Qi Gong Form, die im Jahr 1979 von Lin Housheng (*16.09.39 in Fuqing/Provinz Fujian) entwickelt wurde.
Er ist ein renommierter Qigong-Meister und Professor an der Sportuniversität Shanghai.
Die heute am häufigsten geübten und verbreiteten Teile dieses Systems sind der erste und zweite Teil. Insgesamt hat Lin Housheng acht Teile konzipiert.
Sein Ziel war es, aus der vorhandenen Vielfalt an Übungen ein leicht zu erlernendes System zu entwickeln, das einen guten Einstieg in die chinesischen Gesundheits- und Kampfkunstsysteme ermöglicht.
So entstand das Qi Gong-Shibashi (Shibashi = 18 Bewegungen), welches die Prinzipien des Qi Gong (innere Energiearbeit) und des Taijiquan (innere Kampfkunst) kombiniert.
Ziel der Übungen ist es, den Körper zu mobilisieren, das Qi (Lebenskraft) zu stärken und Körper, Geist und Seele zu harmonisieren. Sie sollen Krankheiten vorbeugen bzw. bei einer Erkrankung den Heilungsprozess positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern.
Qi Gong – Shibashi dient auch als Basis für das Erlernen komplexerer Taijiquan- und Qi Gong-Übungssysteme. Verschiedene Qi Gong Formen können im Stand geübt werden, wobei jede Bewegung einzeln ausgeführt wird, oder fließend wie beim Taijiquan.
Ein Beispiel für Taiji-Qi Gong Bewegungen sind „Affen vertreiben“, „mit der Faust stoßen“ und „die Wolken Hände“. Es gibt jedoch auch Qi Gong Bewegungen, die nicht im Taiji vorkommen, wie „die Wildgans breitet ihre Flügel aus“, „den Ball vor der Schulter tragen“ oder „Das Herz öffnen“.
Diese Bewegungen entstammen dem Qi Gong und haben keine Kampfanwendung. Dennoch gehen im Taijiquan und im Qi Gong alle Bewegungen vom unteren Dantian aus und werden achtsam und fließend, ohne Anspannung ausgeführt.
Tipps zum Üben von Qi Gong
- Der Atem führt die Bewegung. Zum Beispiel: Einatmen / Steigen; Ausatmen / Sinken.
- Das Sinken geschieht vom Steißbein/Dammpunkt her (Steiß/Dammpunkt wird schwer und zieht nach unten).
- Der untere Rücken wird gestreckt, kein Hohlkreuz.
- Das Heben geschieht vomBai Hui aus („Himmelsfaden“).
- Drehungen werden immer um die Mittelachse ausgeführt.
- Bewegungen werden langsam, entspannt und fließend ausgeführt.
- Hüfte und Schultern bewegen sich im Einklang und gehen nicht über die eigenen Schultern hinaus.
- Die Knie sind leicht gebeugt und werden nicht gestreckt.
- Ruhe in der Bewegung und Bewegung in der Ruhe suchen.
- Geist zur Ruhe bringen und im Hier und Jetzt sein.
Die 18 Bewegungen sind gut für das allgemeine körperliche und geistige Wohlbefinden.
- Stärkung des Immunsystems
- Linderung von Muskelverspannungen und Förderung der Durchblutung
- Verbesserung der Körperhaltung
- Steigerung von Beweglichkeit, Konzentration und innerer Ruhe
- Emotionale Stabilisierung
- Unterstützung bei chronischen Beschwerden wie Bluthochdruck, Asthma, Verdauungsproblemen oder Schlaflosigkeit.
Fazit:
Diese sanften und fließenden Übungen sind für jedes Alter geeignet – sogar bei eingeschränkter Belastbarkeit. In chinesischen Kliniken werden sie bis heute therapeutisch eingesetzt.